Was haben das Jahr 1933, Leistungsdruck und Schuluniformen gemeinsam?
Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel. Und doch haben genau diese Themen und noch viele mehr am 22. Jänner 2026 den Turnsaal 2 des BG/BRG Amstetten erfüllt – mit Spannung, anregenden Gedanken und beeindruckender Sprachkraft. Denn an diesem Tag wurde der Turnsaal zur Bühne für den diesjährigen Redewettbewerb, der wieder eindrucksvoll zeigte, wie lebendig, kritisch und vielseitig Jugendliche ihre Gedanken äußern können.
Lassen Sie mich kurz ausholen: Es ist ein Donnerstag, ein ganz normaler Schultag am BG/BRG Amstetten, alles geht seinen gewohnten Weg, die Schülerinnen und Schüler sehnen schon die Ferien herbei – nicht ganz! Vor einem aufmerksamen Publikum aus den 6. und 7. Klassen präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Redewettbewerbs insgesamt sechs klassische Reden und zwei Spontanreden – und eines kann man gleich vorwegnehmen: Das Niveau war durchwegs sehr hoch. Jede einzelne Rede zeugte von Mut, sprachlicher Ausdruckskraft und einer intensiven Auseinandersetzung mit Themen, die uns alle betreffen. So spannten die Reden einen Bogen von Abtreibung über Social Media bis hin zur aktuellen politischen Lage. Wer würde da nicht bis zum letzten Wort gespannt zuhören?
Die anspruchsvolle Aufgabe der Bewertung übernahm eine „gestrenge“ Jury, bestehend aus
Direktor Mag. Josef Spreitz, Elternvereinsobfrau Ing. Elisabeth Berger, Fabian Brandner, Obfrau-Stellvertreter des Absolventenvereins, Schülervertreterin Sarah Kranewitter sowie der Vorjahressiegerin Anna Ortmüller.
Sehr geehrtes Publikum, wer waren jetzt die Schülerinnen und Schüler, die die Jury besonders überzeugten?
Den 1. Platz in der Kategorie der klassischen Rede errang Christina Lindenhofer mit ihrem eindringlichen Beitrag „Nie wieder 1933“. Mit aufrüttelnden Worten und einem erschreckend aktuellen Bezug machte sie auf die Gefährdung der Demokratie aufmerksam – eine Rede, die noch lange nachhallte. Der 2. Platz ging an Anna Gartlehner, die sich in einer berührenden Rede dem Thema Leistungsdruck widmete und vielen Zuhörerinnen und Zuhörern aus der Seele sprach. Den 3. Platz belegte Maximilian Ott mit einer pointierten Rede zum Thema „Schuluniformen“.
Doch nicht nur vorbereitete Reden standen im Mittelpunkt: Auch die Kategorie Spontanrede verlangte den Teilnehmern Schlagfertigkeit, Kreativität und Mut ab. Als Sieger konnte sich hier Moritz Hofmarcher mit einer Rede zum Themenbereich „Sport und Freizeit“ durchsetzen.
Was wäre so eine feierliche Veranstaltung ohne die Musik, sehr geehrte Damen und Herren? Dafür sorgten Elina Nitterl an der Querflöte sowie Helene Dorner am Altsaxophon. Gemeinsam mit Mag. Micha Sengschmid verliehen sie der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Mag. Sengschmid zeichnete zudem für die Gesamtorganisation verantwortlich.
Dieser Redewettbewerb hat nicht nur bewiesen, dass junge Menschen den Mut und die Fähigkeit haben, ihre Stimme engagiert und verantwortungsvoll zu nutzen. Er hat gezeigt, wie wichtig es ist, mitzudenken und Haltung zu zeigen. Er hat außerdem eindrucksvoll belegt, dass sich Schülerinnen und Schüler mit aktuellen Fragen auseinandersetzen und diese pointiert und berührend präsentieren können!
Für die vielen Preise, die alle Mitwirkenden erhielten, gilt ein besonderes Dankeschön dem Elternverein, dem Absolventenverein, der Firma Stöckl und für den Hauptpreis an Dir. Josef Spreitz. Dieser Vormittag war ein starkes Zeichen für Demokratie, Meinungsfreiheit und Engagement – halten wir diese Werte weiterhin hoch!


