Wie jedes Jahr war es auch heuer in der zweiten Septemberhälfte möglich, eine Spezialexkursion in die Schweiz mit einem naturwissenschaftlich-technischen bzw. Informatik-Schwerpunkt anzubieten und durchzuführen.
Diesmal waren es 22 ausgewählten SchülerInnen der heurigen Maturaklassen, die mit ihrem Begleitlehrer Dr. Thomas Schnabel nach einer Liegewagenfahrt im Nightjet (der diesmal ganz pünktlich war) beim ersten Programmpunkt, dem Besuch des Technoramas in Winterthur, eintrafen. Neben der individuellen Erkundung der unzähligen Möglichkeiten, dort v. a. die Welt der Physik verstehen und begreifen zu können, sowie dem Besuch einer einzigartigen Sammlung alter Modelleisenbahnen, gab es am Technorama auch einen gemeinsamen Workshop „Gase bei -200°“. Eine Stadtführung in Zürich rundete dann den ersten Exkursionstag ab.
Am zweiten Tag stand zunächst eine Führung am Campus Irchel der Universität Zürich am Programm, die unseren angehenden MaturantInnen einen praktischen Einblick in die Studienwelt gab. Sie beinhaltete auch den Besuch des dortigen Science Pavillons sowie einiger Hörsäle und Seminarräume. Danach ging es auf den Campus Hönggerberg der ETH Zürich, wo unsere SchülerInnen neben einer Kurzführung vor allem ein Mittagessen in einer der dortigen Mensen in Anspruch nahmen.
Nachmittags ging es mit der Bahn auf den Uetliberg, dem Hausberg Zürichs, von dem aus – begünstigt auch durch das prächtige Spätsommerwetter – ein prächtiger Blick auf die Stadt Zürich, den Zürichsee und die Schweizer Zentralalpen zu genießen war. Selbst Eiger und Jungfrau waren diesmal zu sehen. Zusätzlich gab es für die SchülerInnen eine kurze Einführung in die Geologie und Geographie des Großraumes Zürich.
Am Abend fuhr die Gruppe, vorbei am diesmal sehr unscheinbaren Rheinfall, nach Schaffhausen, wo die dortige Sternwarte besucht wurde. Sie besitzt die größten öffentlich zugänglichen Teleskope der Schweiz, mit denen nach einem Vortrag im Planetarium auch einzelne Himmelsobjekte betrachtet werden konnten, so der Mond, Saturn, verschiedene Doppelsterne, Sternhaufen und Galaxien. Kurz nach Mitternacht kamen wir dann wieder in unserem Zürich Hotel an, nicht, ohne zuvor ein Geburtstagskind der Gruppe gefeiert zu haben.
Nach einer eher kurzen Nacht besuchten wir des europäische GOOGLE-Zentrum in Zürich, wo wir durch Dr. Elke Michlmayr einen Einblick in die Welt des Konzerns sowie die dortigen Arbeitsbedingungen und -möglichkeiten bekamen (was uns auch verstehen ließ, warum „Schule“ und die reale Welt außerhalb dieser zuweilen sehr unterschiedliche Welten sind).
Auf eine Stärkung am Hauptbahnhof folgte eine dreistündige Zugfahrt nach Genf, bei der das großartige Panorama über den Mittelteil des Genfer Sees (mit dem Mont Blanc im Hintergrund) wieder ein beeindruckendes Erlebnis war. Nach dem Bezug des Hotels gab es auch in Genf eine abendliche Stadtführung, die den ExkursionsteilnehmerInnen die wichtigsten Impressionen dieser internationalen Stadt vermitteln sollte.
Der letzte Exkursionstag war dem Europäischen Kernforschungszentrum CERN gewidmet, wo uns nach einer Besichtigung des für die Öffentlichkeit zugänglichen Science Gateways wieder eine Führung mit Dr. Werner Riegler ermöglicht wurde. Dr. Riegler ist ein Absolvent des BG/BRG Amstettens und seit vielen Jahren technisch-wissenschaftlicher Leiter der Experimente am ALICE-Detektor, wo u. a. die Struktur des Quark-Gluon-Plasmas (und damit Zustandsbedingungen einerseits des frühen Universums, andererseits der Materie von Schwarzen Löchern) untersucht werden. Da der Beschleunigerring LHC derzeit aufgrund von Upgradearbeiten stillgelegt ist, war es uns diesmal möglich, hinunter zu diesem zu gelangen und den ALICE-Detektor geöffnet aus nächster Nähe sehen zu können – sicher ein einzigartiges Erlebnis für alle Beteiligten.
Die Schweizer Bahn brachte uns wieder pünktlich nach Zürich zurück, wo wir – nach einem letzten Gruppenfoto – in unseren Nachtzug nach Amstetten wechselten.
Diese Exkursion hat innerhalb des Ausbildungswesens am BG/BRG Amstetten sicherlich einen besonderen Stellenwert; jedenfalls ermöglicht sie unseren SchülerInnen Eindrücke von besonderen Orten, deren Besuch keine Selbstverständlichkeit ist und in unserer Region nur von unserer Schule angeboten wird.
