{"id":40476,"date":"2019-09-21T14:00:55","date_gmt":"2019-09-21T12:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/gymnasium-amstetten.at\/?p=40476"},"modified":"2019-09-21T14:00:55","modified_gmt":"2019-09-21T12:00:55","slug":"zu-gast-im-technorama-bei-google-und-cern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bgamstetten.ac.at\/index.php\/2019\/09\/21\/zu-gast-im-technorama-bei-google-und-cern\/","title":{"rendered":"Zu Gast im Technorama, bei Google und CERN"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\"><\/style><div id=\"cmsms_row_69f57aaa27f40\" class=\"cmsms_row cmsms_color_scheme_default\">\n<div class=\"cmsms_row_outer_parent\">\n<div class=\"cmsms_row_outer\">\n<div class=\"cmsms_row_inner\">\n<div class=\"cmsms_row_margin\">\n<div class=\"cmsms_column one_first\">\n<div class=\"cmsms_text\">\n<p>Am 15. September ist die 8B-Klasse des Ostarrichi-Gymnasiums zu einer mehrt\u00e4gigen Exkursion in die Schweiz aufgebrochen.<\/p>\n<p>Am Programm standen neben dem Besuch des Science Centers Technorama in Winterthur ein Besuch in der Europazentrale von Google in Z\u00fcrich und am europ\u00e4ischen Kernforschungszentrum CERN in Genf.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Technorama Winterthur<\/strong><br \/>\nDer erste Tag unserer Exkursion war dem Science Center Technorama in Winterthur gewidmet. Das Technorama versteht sich nicht als naturwissenschaftliches Museum, sondern bietet seinen Besucherinnen und Besuchern die M\u00f6glichkeit, selbst Erfahrungen mit Naturph\u00e4nomenen zu machen. Vielen Experimentierstationen erm\u00f6glichen es, alles selbst auszuprobieren und ins Staunen zu kommen.<br \/>\nObwohl wir durch die lange Fahrt mit dem Nachtzug etwas mitgenommen waren, zu uns das Science Center sofort in einen Bann. Neben den Experimentierstationen waren es die Vorf\u00fchrungen, die unser Interesse weckten.<br \/>\nBei der Vorf\u00fchrung \u00fcber die Supraleitung wurden die merkw\u00fcrdigen Effekte pr\u00e4sentiert, die supraleitende Materialien zeigen. Zum einen ist das der widerstandsfreie Stromfluss, der es erlaubt, starke Magnetfelder zu produzieren, zum anderen der sogenannte Meisner- Ochsenfeld-Effekt, der dazu f\u00fchrt, dass supraleitende Materialien diamagnetisch werden und daher \u00fcber Magnetfeldern zu schweben beginnen.<br \/>\nBei der Blitzshow gab es nicht nur Wissenwertes \u00fcber elektrische Felder und starke Str\u00f6me zu lernen, eindrucksvoll wurden Blitze erzeugt und abgeleitet und auch demonstriert, wie man mit elektrischen Entladungen Melodien abspielen kann.<br \/>\nBeim Coriolis-Karrusell konnen sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ein Bild davon machen, wie die Naturph\u00e4nomene sich scheinbar \u00e4ndern, wenn man in rotierenden Bezugssysteme unterwegs ist. Viele Erscheinungen, wie die Ablenkung von\u00a0 Luftstr\u00f6mungen auf Grund der Erdrotation oder das ber\u00fchmte Foucault&#8217;sche Pendel lassen sich so anschaulich erkl\u00e4ren.<br \/>\nEine gute Vorbereitung auf unseren Besuch am CERN war auch das Workshop am Nachmittag. Dieses drehte sich um das Thema &#8222;Radioaktivit\u00e4t&#8220;. Dabei konnten wir selber mit Geiger-M\u00fcller-Z\u00e4hler die Hintergrundstrahlung, sowie leichte Erh\u00f6hungen derselben durch unterschiedliche Alltagsmaterialien messen. Weiters gab es die M\u00f6glichkeit, den Nachweis von Elementarteilchen aus der H\u00f6henstrahlung in der Nebelkammer zu sehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.technorama.ch\/de\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.technorama.ch\/de\/home<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-40484 aligncenter\" src=\"http:\/\/gymnasium-amstetten.at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/technorama19.jpg\" alt=\"\" width=\"746\" height=\"424\" \/><\/p>\n<p><strong>Google Z\u00fcrich<\/strong><br \/>\nDer Hauptsitz in Z\u00fcrich ist f\u00fcr Google der gr\u00f6sste Entwicklungsstandort au\u00dferhalb der USA. An diesem Standord arbeiten \u201eZoogler\u201c (so die Bezeichnung f\u00fcr die Google-Mitarbeiter in Z\u00fcrich) aus rund 75 Nationen. Ingenieure entwickeln hier Funktionen f\u00fcr Dienste wie Google Suche, Google Maps, sprachbasierte Suche auf mobilen Ger\u00e4ten, Gmail und YouTube. Zur Zeit arbeiten arbeiten ca. 4000 Personen bei Google Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>Empfangen und betreut wurden wir von Dr. Elke Michlmayr, einer Informatikerin aus Ober\u00f6sterreich, die uns einen interessanten Einblick in die Projekte von Google und im Speziellen in ihre Arbeit an Google Flights gab. Sie machte den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sehr viel Mut, ihre Pl\u00e4ne und Ideen zu entwickeln und sich trotz Schwierigkeiten nicht entmutigen zu lassen.<\/p>\n<p>Nach einer Diskussuionsrunde bei der alle Fragen rund um Arbeit als Software-Engineer bei Google beantwortet wurden, startete die Office-Tour. Dabei konnten wir viel \u00fcber Googles Firmenphilosophie lernen. Alle R\u00e4ume sind nach einem bestimmten Motto gestaltet. So laden sie dazu ein, andere Zoogler zu treffen, sich auszutauschen oder in einer entspannten und kreativen Umgebung inspirieren zu lassen. Spannend ist, dass es bei Google keine offensichtliche und nur eine flache Hierarchie gibt. So kann es passieren, dass der Arbeitsplatz eines neu eingestellten Mitarbeiters neben einer leitenden Pers\u00f6nlichkeit von Google (mit Verantwortung f\u00fcr einige 100 Mitarbeiter) ist. Wir konnten uns selbst von den faszinierenden R\u00e4umlichkeiten und dem kreativ-entspannten Arbeitsklima \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.google.ch\/intl\/de\/press\/images.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.google.ch\/intl\/de\/press\/images.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-40481\" src=\"http:\/\/gymnasium-amstetten.at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/google19.jpg\" alt=\"\" width=\"842\" height=\"478\" \/><\/p>\n<p><strong>CERN Genf<\/strong><br \/>\nDen H\u00f6hepunkt des Exkursionsprogramms bildete ein intensiver Besuchstag am europ\u00e4ischen Kernforschungszentrum CERN. Dort wurden wir von Dr. Werner Riegler, dem technischen Koordinator des ALICE-Experiments, empfangen. Dr. Riegler, ein Absolvent unserer Schule, hat uns den ganzen 18. September betreut und konnte uns viele Informationen geben, die wir bei einer Standardf\u00fchrung nicht bekommen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Begonnen hat der Tag mit einem spannenden Einf\u00fchrugsvortrag \u00fcber die Aufgaben des CERN, die der Teilchenphysik im Allgemeinen und die vielen Entdeckungen, die sich dabei ergeben. Beispielsweise gehen viele medizinische Anwendungen, aber auch die Entwicklung des WWW auf Forschungen im CERN zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend durften wir den ALICE-Detektor besuchen. Nach einer Fahrt \u00fcber die Grenze nach Frankreich war es soweit: Es ging mit einem Aufzug 100m in die Tiefe und wir standen vor dem ALICE (A Large Ion Collider Experiment) -Detektor. Dieser ist wirklich gigantisch: 25 Meter lang, \u00fcber 16 Meter Durchmesser und ein Gesamtgewicht von 10.000 Tonnen! Hier werden Materiezust\u00e4nde simuliert, wie sie knapp nach dem Urknall aufgetreten sind. Parallel dazu hat uns Dr. Michael Benedikt (CERN-Mitarbeiter und Prof. an der TU Wien) die Grundlagen der Beschleunigerphysik am LHC erkl\u00e4rt. Dabei erfuhren wir z.B., dass der LHC mit ca. 12.000 Ampere Strom versorgt wird und die supraleitenden Spulen f\u00fcr die Magnete auf 1,7 Grad \u00fcber dem absoluten Nullpunkt abgek\u00fchlt werden. Der LHC selbst, von dem ALICE ein Teil ist, ist ein 27km langer Beschleunigerring, bei dem die kleinsten Teile der Materie erforscht werden.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen im CERN-Restaurant ging es zum AMS, einer der vier Bodenstationen des internationalen Raumstation (ISS). Der Chefingenieur dieses Forschungsprojekts, Dr. Corrado Gargiulo pers\u00f6nlich, erl\u00e4uterte uns die Ziele und die abenteuerlichen Vorarbeiten zu der Anlage, die schlie\u00dflich mit dem Space-Shuttle Endeavor ins Weltall gebracht wurde, um dort die kosmische Strahlung zu messen.<\/p>\n<p>Nach einem Besuch im Kontrollzentrum der Beschleuniger, fand der Tag im CERN Rechenzentrum seinen Abschluss. Nach einer theoretischen Einf\u00fchrung, die sich um die Speicherung und Auswertung der unglaublichen Datenmengen drehte, die bei Untersuchung der kleinsten Materiebausteine anfallen, konnten wir einen Blick in die Rechnerhalle werfen. Diese ist aber nur ein Teil des sogenannten CERN-Grids, das auf viele Universit\u00e4tsinstitute weltweit verteilt ist. Allein die Stromversorgung vor Ort w\u00fcrde nicht ausreichen, alles hier zu betreiben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/home.cern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/home.cern\/<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-40480 aligncenter\" src=\"http:\/\/gymnasium-amstetten.at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/cern19.jpg\" alt=\"\" width=\"803\" height=\"456\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Exkursion war f\u00fcr alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicher eine Chance den pers\u00f6nlichen Horizont zu erweitern sowie ein unvergessliches Erlebnis. Zu dem trugen auch unsere Stadterkundungen in Z\u00fcrich und Genf bei.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Dr. Josef Lechner<\/p>\n<p><strong>Technorama<\/strong><\/p>\n<p>[ilightbox id=&#8220;94&#8243;][\/ilightbox]<\/p>\n<p><strong>Google<\/strong><\/p>\n<p>[ilightbox id=&#8220;96&#8243;][\/ilightbox]<\/p>\n<p><strong>CERN<\/strong><\/p>\n<p>[ilightbox id=&#8220;91&#8243;][\/ilightbox]<\/p>\n<p>[ilightbox id=&#8220;92&#8243;][\/ilightbox]<\/p>\n<p><strong>Genf<\/strong><\/p>\n<p>[ilightbox id=&#8220;98&#8243;][\/ilightbox]<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 15. September ist die 8B-Klasse des Ostarrichi-Gymnasiums zu einer mehrt\u00e4gigen Exkursion in die Schweiz aufgebrochen. 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